IM Wales 2011

Vorwort

Wer auf die Internetseite des Ironman Wales surft, kann dort nachlesen welche Streckenprofile man dort zu bewältigen hat. Als Athlet darf man, so meine ich, auf die Angaben des Veranstalters vertrauen, die da von `durchläufigen 650 meters of climbing` schreiben.
So haben Melanie und ich uns voller Vorfreude, aber auch mit Respekt vor der Distanz angemeldet. Das auf der Insel und besonders im Küstenbereich ein frischer Wind wehen würde, war uns schon klar, auch dass die Wassertemperatur keine 20° betragen wird und dass es im Meer Wellen gibt wussten wir auch. Irgendwann habe ich mir dann auch mal den Trailer zur Radstrecke angesehen, hat mir gut gefallen. Nur komisch kam es mir vor, dass so gar keine Zeitfahrräder zu sehen waren und wurden da auch plötzlich 2400 Hm erwähnt (wenn man den englischen Worten genau Beachtung schenkt).

In den Foren wurde, je näher das Rennen kam und besonders nach dem Long Course Weekend im Juni, von den verschiedensten Hm berichtet. Ich wurde immer unruhiger, aber ach was, Nizza hat 2400 Hm (6:17 Std.), Roth 1500 (5:48 Std.) und Regensburg 1600 (5:52 Std.), da schaffen wir  -wieviel Hm auch immer- diese Radstrecke wohl auch. Bei meinem nächsten Besuch der Internetseite entdeckte ich einen Link für das Streckenprofil und das Ergebnis waren 1766 wellige Hm ;) Glück gehabt und das Selbstvertrauen war wieder gestärkt.
Dann trafen wir beim Ligastart in Krefeld Daniel. Daniel, ein sehr guter Radfahrer im übrigen, ist am Long Course Weekend die original IM Strecke gefahren. Mit bedauerlichem Gesichtsausdruck berichtete er davon wie anspruchsvoll und `tricky` die Radstrecke wirklich ist. Er versprach mir das Polar Protokoll zu mailen. Es sind 2200 Hm, sehr schwierig zu fahren, auf schlechter Wegstrecke und groben Asphalt.

 

 

Die Ankunft

Am Cottage in St. Florence bei Tenby angekommen sollte ich erst mal meiner Basecap hinter her laufen, wenn ich sie behalten wollte, denn es herrschte so um Windstärke 5. So nahmen wir uns für nächsten Tag vor die kleinere kritische 70 km Schleife der Radrunde locker abzufahren. Leider kamen wir nur bis Km 40, da Robert`s Schaltung den Dienst verweigerte. So sind wir dann den Rest mit dem Auto nachgefahren. Zu diesem Zeitpunkt bestätigte sich in jedem Fall die Daniel Aussage, schlechte Straßen bzw. Wirtschaftswege sowie grober schlecht rollender Asphalt, und permanent mächtig Gegenwind. Es sollte noch schlimmer kommen......

Das Rennen

Am Tag zuvor war klar dass aufgrund von Sturmwarnungen, das Schwimmen vom Südstrand zum Nordstrand verlegt wurde. Das bedeutete für die Athleten, dass wir nach dem Schwimmen ca. 1 Km Serpentinen hoch durch die Stadt zum Wechselplatz laufen mussten.

Sonntag, 11.09.2011 6:40 Uhr. Jeder für sich in Gedanken versunken marschierten Melanie und ich den Weg runter zum Südstrand. Im Gegensatz zu Melanie hatte ich schon meine Erfahrung mit Massenstarts vom Strand aus, in Nizza und Regensburg gesammelt, trotzdem machte sich eine unvorstellbare Angst in mir breit als ich die Masse der Zuschauer und Athleten, sowie das aufgewühlte Meer sah breit. Wie sich später zeigen sollte...völlig unnötig ;)
Die Engländer waren wirklich nicht gut organisiert, das sollte jetzt beim Start für viele von uns großes Glück bedeuten und viel Freude auslösen. Minimalistische Absperrungen, keine Refrees am Start ließen den größten Teil der Athleten bis zum Ende des Strandes LAUFEN, anstatt ins Wasser zu gehen und zu schwimmen. Somit entstand eine ca. 150m lange und breite Startzone wo wir dann ohne irgendwelches Gedränge, Gehaue ins Meer liefen und die erste Runde in Angriff nahmen. Das Schwimmen war sehr sehr schnell, so manch einer ist hier BZ geschwommen und Platz hatten auch alle genügend ;)
Der Wechsel zum Rad machte den Vorteil sofort wieder zu nichte, na ja bei allen anderen natürlich auch. Meine und Melanies WZ betrug über 10 bzw. 11 Minuten.
Und los ging es auf den Radkurs mit wirklich atemberaubender Unterstützung der Zuschauer an der Strecke. Unglaublich, jeder Waliser der ein Hauses an der Strecke bewohnte, stand dort und feuerte die Athleten lautstark an. Eine Familie hatte sogar an einer Steigung eigens einen Verpflegungsstand aufgebaut. Das sollte aber dann auch ein jeder Athlet brauchen, denn es kam härter als erwartet.
Gegenwind,seitliche Windböen von 5-7 bft, grober Asphalt, schlechte Wegstrecke und die unzähligen Anstiege verlangten uns alles ab. Jeweils zum Ende der ersten und zweiten Runde mussten wir von Saundersfoot hoch nach Tenby, eine ca. 600m knackige 16% Rampe hoch, der sofort ein letzter langer Anstieg mit 12% folgte (ich habe noch nie so viele ihr Rad schieben sehen). Wir hatten 12-25 Ritzel gewählt und das kostete richtig Körner. Meine Radzeit betrug, mit 3 kleinen Pausen die ich einlegte um auf Melanie zu warten damit wir zusammen fahren konnten (geteiltes Leid), 7:12h und 4. in meiner AK. Melanie hatte auch pausiert und kam nach 7:25h Platz 9 in ihrer AK an. Unser Training war völlig falsch ausgerichtet, nämlich auf einen welligen Kurs mit 650 HM. Kein Profi sollte heute diesen Kurs unter 5h fahren können, oder unter 9h ins Ziel schaffen.
Nachdem Wechsel stellten sich bei mir sofort schmerzhafte Knieprobleme am Wadenbeinknöchlein ein, die mich dann auch zur Aufgabe zwangen. Die Laufstrecke zeigte sich nicht weniger anspruchsvoll, an einigen Anstiegen sah man keinen `laufen`, da war nur gehen drin. Meine Uhr und auch der Garmin zeigten 2845 HM und 6118 kcal an, das bedeutete dass im Marathon noch mal um die 1000 HM versteckt waren. Inzwischen hatte heftiger Regen eingesetzt und ich machte mir ein wenig Sorgen um Melanie, denn sie hatte wirklich nicht gut ausgesehen. Melanie hat noch die erste LR geschafft, dann aber auch -Gottseidank- aufgegeben. Gesundheitlich sicher die richtige Entscheidung, aber mit einem DNF nach Hause zu fahren ist richtig übel und erst recht als Rookie. Da müssen wir erstmal mit klar kommen…….

Fazit

Wales war eine leidvolle Erfahrung in einer landschaftlich eindrucksvollen und wunderschönen Region Englands. Die 50 Athleten die hier ihren Hawaii Slot unter derart schwierigen Bedingungen geholt haben, die haben es wirklich hart erkämpft  in Kona an den Start zu gehen.
Hochachtung für ALLE die das Ziel erreicht haben.

Die Saison mit einem abgebrochenem Rennen zu beenden ist mehr als unzufrieden, aber nach dem Rennen ist vor dem Rennen. Wir lassen uns nicht unterkriegen und starten im nächsten Jahr neu durch.

Vielen Dank für die Glückwünsche Rainer, Anja, Wolf und Stavro.

Melanie & Manuela

 

 

 

 

 

 

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