IRONMAN Hawaii 2014

Hallo Ihr Lieben,

 

ein kurzes Feedback zu meinem Rennen.

 

Auch wenn ich am Renntag nicht das zeigen konnte wofür ich die letzten Wochen so hart trainiert habe, wird dieses Rennen als sehr positives Erlebnis für immer in meinem Kopf verewigt sein.

Es war mit dem ganzen drum herum das tollste und spektakulärste Rennen welches ich je erlebt habe.

 

Es hat mir körperlich aber auch mental alles abverlangt.

 

Das Schwimmen war wegen der Klopperei, dem Wellengang und der Strömung schon hart. Anders kann ich die auch für mich schlechte Schwimmzeit nicht erklären.

Hawaii Schwimmen. Oder Kloppen? Hawaii Schwimmen. Oder Kloppen?

Aber noch härter war dann das Radeln. Mit recht moderaten, ebenfalls abwechslungsreichen Wattzahlen zwischen 180 und 220 rollte ich umher und ließ mich nicht von dem Anfangstempo der anderen irritieren.  Alles war gut. Dann nach ca. 40 km kam der Wind von vorn. Und zwar nicht irgendein Lüftchen sondern echter Kona Wind. Auch egal, was uns nicht tötet macht uns hart. Und so kurbelte ich weiterhin die Ruhe selbst gegen den Wind. Denn hin Gegenwind heißt zurück Rückenwind und erholen kann ich mich ja immer gut. Darum bleib dran! Die Hügel nach Hawi hoch begannen dann langsam dezent zu schmerzen. Leider dann auch wieder mein Piriformis der auf Grund des gegen den Wind kämpfen zu machte und bis in mein rechtes Scheinbein und Achillessehne ausstrahlte. Ab jetzt bin ich primär nur noch mit dem linken Bein gefahren. Von meinen angestrebten Wattwerten mußte ich mich verabschieden und mein Puls dümpelte im GA1 Bereich rum. Mehrfach kamen bei mir Zweifel auf ob ich das Rennen beenden kann. Der Wind blies und blies und blies und es ging hoch und hoch und nochmals hoch. Aber was mich aufrecht hielt war die Aussicht auf die rasante Rückfahrt. Der Wind, mein Freund. Das würde ein Vergnügen werden…..Dachte ich. Bis ich mich auf die Rücktour machte.

 

Zunächst ging es tatsächlich ab. So ca. 10 km. Dann kam der Wind wieder. Jedoch nicht von hinten, nicht von vorn, sondern von überall. Die tückischen Mumuku Winde machten sich einen Spaß und es fegte die Leute reihenweise von der Strasse.  Nicht mehr lustig war es als mein Vorderrad abhob. An einer vergnügte Rückfahrt war nicht zu denken, allerhöchste Konzentration und Oberlenker waren angesagt…. Nichts Aero, nicht Sturm nach Kona. Aber ich wusste auch, dass der Wind auf der langen 70km Rückwegspassage noch mal aus einer anderen Richtung kommen würde und bleib weiterhin gelassen. Immer dran bleiben, Dein Part kommt. Der Abzweig nach Kona. Und da war er wieder. Der Gegenwind. Während die Profis offensichtlich noch mit 75 km/h und Rückenwind nach Kona gejagt waren stand ich fast. Und es blies und blies und blies. Und nichts, aber auch nichts wurde weniger. Und mein Wille war fast gebrochen. Mentale Power war gefragt. Mehr recht als schlecht schleppte ich mich den Highway lang. Es überholte mich zwar kaum jemand, aber auch ich überholte niemanden mehr. Position halten und Schadensbegrenzung. Aber der Schaden wurde immer größer. Dazu meldete sich immer wieder mein rechtes Bein schmerzhaft.

Radeln gegen den berühmten Wind Radeln gegen den berühmten Wind

Irgendwann endlich in Kona angekommen. Die Radzeit lag deutlich über meine angepeilte Zeit. Damit war eine gute Gesamtzeit aussichtslos. Aber das fiel in diesem Augenblick von mir ab und darum geht es hier auch nicht. Ich wollte einfach nur gut ankommen, sonst gar nichts.

So kennen wir Stavro: Fröhlich lachend auch wenn´s wehtut. So kennen wir Stavro: Fröhlich lachend auch wenn´s wehtut.

Rad weg, die ersten Meter im Wechselbereich schmerzhaft gehumpelt, die Füße in trockene Socken gepackt und ab auf die Laufstrecke. Freundlicherweise waren plötzlich meine Kräfte wieder da und die Schmerzen waren zunächst weg. Bester Stimmung joggte ich den Alii Drive hinauf. Ich achtete sehr auf ein gemütliches Tempo aber das blieb und blieb beim knapp unter 5er Schnitt. Alii Drive hoch, Alii Drive runter. Das Meer rauschte, die Bäume warfen auch etwas Schatten und die Leute waren der Hammer. So eine Stimmung und so ein Spaß an der Strecke. Ein Tag wie Geburtstag und Weihnachten an einem Tag. Weiterhin guter Stimmung traf ich wieder in Kona ein und machte mich auf gen Highway. Leider kamen da die Schmerzen wieder und zunehmend mußte ich dagegen ankämpfen. Ich nahm etwas Tempo raus, blieb aber gleichmäßig und meine Stimmung eigentlich auch. Mein Ziel war nun das Energy Lab. Von dort ist es ja nur noch ein lockerer 14km Jog nach Hause. Energy Lab war easy. Ab km 37 wurde es dann nochmal härter und ich mußte mich anstrengen das Tempo zu halten.

You are an Ironman You are an Ironman

Nach 10:42 war ich da. Ironman Hawaii. Daylight Finish. Marathon noch knapp über 3.30 Stunden. An einem der härtesten Tage der letzten sechs Jahre. Wie sagte der CEO von Ironman „On a day when it really really blew“. Und ich kann Dir sagen, Zeit, Wind und Schmerzen hin oder her. Es gibt kaum etwas Schöneres als dieser Zieleinlauf. Am Meer mit einer gigantischen Stimmung, Scheinwerfern, Blumen und Lichtern überall. Gänsehaut und Tränen in den Augen.

Die Ziellinie überquerte ich mit Gänsehaut und den legendären Worten:
"You are an Ironman"

Ich bin glücklich, stolz und zufrieden. Jederzeit würde ich das Rennen wieder bestreiten. Das Alles hier erlebt haben zu dürfen, erfüllt mich mit großer Dankbarkeit.

Ich danke Euch für die zahlreichen lieben Worte und Glückwünsche.

 
Sportliche Grüße
Stavro Petri

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